Erblindungen durch gezielte Schüsse auf das Auge

 

„Ich habe eine Geschichte, die noch nicht zu Ende ist, denn ich habe den Tag noch nicht gesehen, den ich sehen sollte. Ich weiß, er ist nah… sehr nah.“ (Ghazal Ranjkesh, von der IRGC gezielt erblindete Protestierende)

Im September 2022 wurde Jina Mahsa Amini inhaftiert und ermordet. Der Vorwurf: Sie soll ihr Kopftuch nicht den islamischen Sitten gemäß getragen haben, denn man konnte ihre Haare sehen.
Ihr Tod hat das Fass zum Überlaufen gebracht. 
Denn seit 44 Jahren werden die Menschen von einem diktatorischen Regime unterdrückt – insbesondere die Frauen.
Ihre Ermordung war der Funke, der eine Bewegung ausgelöst hat, die nicht mehr zu stoppen ist. Wie ein Lauffeuer entzündeten sich Proteste im ganzen Land, die seither den Umsturz des Regimes fordern. 
Sicherheitskräfte des Mullah-Regime gehen mit aller Gewalt gegen die Protestierenden vor. Sie werden inhaftiert, entführt, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet. 
Mittels gezielten Schüssen auf die Augen sollen die Protestierenden verletzt, stigmatisiert und mundtot gemacht werden. Das führt dazu, dass sie als Regime-Gegner erkennbar sind und gesellschaftlich ausgeschlossen werden sollen. 
Aber diese Menschen haben zu lange und zu sehr gelitten, um jetzt weiterhin zu schweigen. Stattdessen kämpfen Sie weiter für Frau, Leben, Freiheit.

I have a story that is not over yet, for I have not yet seen the day I should see. I know it is near… very near.“ (Ghazal Ranjkesh, by the IRGC blinded protester)
In September 2022, Jina Mahsa Amini was arrested and assassinated. The accusation: She has not worn her headscarf in accordance to the islamic customs because her hair was visible.
Her death was the last straw.
Because for 44 years people have been oppressed by a dictatorial regime – especially women.
Her assassination was the spark that set off a movement that can no longer be stopped. Protests ignited like wildfire across the country, calling for the overthrow of the regime ever since.
Security forces of the mullahs‘ regime used all their violence against the protesters. They are imprisoned, kidnapped, tortured, raped and executed.
The protesters get intentionally injured, stigmatized and silenced by targeted shots in the eyes. As a result, they are recognizable as opponents of the regime and should be excluded from society.

But these people have suffered too long and too much to remain silent now. Instead, they continue to fight for woman, life, freedom.